Knieschmerzen

Schmerzen im Knie können von leicht bis stark variieren, plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln – und je nach Intensität können sie die Beweglichkeit und Lebensqualität beeinflussen. Als Ursache kommen viele Faktoren infrage, darunter Verletzungen, Überlastung und Erkrankungen wie Arthritis oder Kniegelenksverschleiß. Hier erfahren Sie mehr über Ursachen, Behandlung & Prävention.

Behandlung von Kniebeschwerden

In unserer orthopädischen Praxis in Idstein finden wir gemeinsam mit Ihnen heraus, was hinter Ihren Knieschmerzen steckt. Darauf aufbauend behandeln wir gezielt und schonend, zum Beispiel mit Hyaluronsäure-Injektionen, Akupunktur, Stoßwellentherapie oder passenden Einlagen und Bandagen. Damit Ihr Knie wieder belastbar wird, ganz ohne Operation, wo immer das möglich ist.

Gonarthrose (Kniearthrose)

Das Kniegelenk zählt zu den am stärksten beanspruchten Gelenken des Körpers und trägt bei jedem Schritt das komplette Körpergewicht. Bei der Gonarthrose nutzt sich der Gelenkknorpel im Kniegelenk zunehmend ab, meist als Folge von Alter, Übergewicht, Fehlstellungen wie X- oder O-Beinen oder früheren Verletzungen. Typisch sind Anlauf- und Belastungsschmerzen, Schwellungen sowie eine zunehmende Bewegungseinschränkung, die viele Betroffene etwa beim Treppensteigen oder auf längeren Gehstrecken bemerken. Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten gehören gelenkschonende Bewegung wie Radfahren oder Schwimmen, physiotherapeutisches Muskelaufbautraining sowie bei Übergewicht eine gezielte Gewichtsreduktion zur Entlastung des Gelenks. Ergänzend können Einlagen, Orthesen oder Injektionsbehandlungen mit Hyaluronsäure die Beschwerden lindern und die Gelenkfunktion möglichst lange erhalten.

Meniskus- und Knorpelschäden

Der Meniskus wirkt wie ein Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkelknochen und verteilt die Belastung im Kniegelenk gleichmäßig. Vor allem bei degenerativen, altersbedingten Rissen, also ohne akutes Unfallereignis, treten belastungsabhängige Schmerzen und gelegentlich ein Gefühl des Einklemmens im Knie auf. Viele Betroffene bemerken die Beschwerden zunächst beim Treppensteigen, bei Drehbewegungen oder beim In-die-Hocke-Gehen. Degenerative Meniskusschäden werden zunächst konservativ behandelt: Physiotherapie zur Stabilisierung der umgebenden Muskulatur, eine vorübergehende Entlastung sowie entzündungshemmende Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. 

Iliotibales Bandsyndrom (Läuferknie)

An der Außenseite des Oberschenkels verläuft ein straffer Bindegewebsstrang, der Tractus iliotibialis, der bei wiederholter Beugung und Streckung über einen knöchernen Vorsprung am Knie reibt. Beim Läuferknie führt diese Reibung zu einer Reizung mit einem stechenden Schmerz an der Außenseite des Knies, der typischerweise bei Läufern nach einer bestimmten Laufstrecke auftritt. Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten zählen eine Anpassung des Lauftrainings hinsichtlich Umfang und Tempo, gezielte Dehnübungen des Tractus iliotibialis und der Hüftmuskulatur sowie physiotherapeutisches Stabilisationstraining der Hüfte. Auch eine Analyse des Laufstils und der passenden Laufschuhe kann entscheidend zur Beschwerdefreiheit beitragen.

Bursitis präpatellaris (Schleimbeutelentzündung)

Vor der Kniescheibe liegt ein kleiner Schleimbeutel, der als Polster Reibung und Druck abfedert. Bei der Bursitis präpatellaris entzündet sich dieser Schleimbeutel, häufig durch langes Knien, direkten Druck oder wiederholte Reibung, was zu einer sichtbaren Schwellung, Rötung und Überwärmung im vorderen Kniebereich führt. Im akuten Stadium helfen Schonung, Kühlung und Hochlagerung sowie entzündungshemmende Maßnahmen. Ergänzend sollte direkter Druck auf das Knie, etwa durch Knieschützer, vermieden werden. Bei anhaltender oder wiederkehrender Schwellung kann eine Punktion des Schleimbeutels durch den Arzt sinnvoll sein, um die Beschwerden rasch zu lindern.

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