Behandlung von Rücken- und Nackenschmerzen
Rücken- und Nackenschmerzen haben viele Ursachen, von Verspannungen über Blockierungen bis zum Bandscheibenvorfall. In unserer orthopädischen Praxis in Idstein klären wir die Ursache gründlich ab. Danach behandeln wir Ihre Beschwerden gezielt und ohne Operation, etwa mit Manueller Therapie, Akupunktur, Stoßwellentherapie oder gezielten Injektionen. Unser Ziel: dass Sie sich im Alltag wieder frei und schmerzarm bewegen können.
Anwendungsgebiete
Manuelle Therapie eignet sich vor allem für funktionelle Beschwerden des Bewegungsapparats, bei denen keine strukturelle Schädigung im Vordergrund steht. Typische Anwendungsgebiete sind:
- akute und wiederkehrende Rückenschmerzen, etwa im Lenden- oder Brustwirbelbereich
- Nackenschmerzen und Verspannungen, auch mit Ausstrahlung in Kopf oder Arme
- Blockierungen des Iliosakralgelenks (Kreuz-Darmbein-Gelenk)
- eingeschränkte Beweglichkeit von Schulter, Hüfte, Knie oder Sprunggelenk
- Spannungskopfschmerzen und Schwindel, die von der Halswirbelsäule ausgehen
Ablauf der Behandlung
Am Anfang steht eine ausführliche manualmedizinische Untersuchung. Dabei prüfen wir Beweglichkeit, Muskelspannung und Gelenkspiel und tasten gezielt einzelne Wirbel- und Gelenkabschnitte ab. Liegen Warnzeichen vor oder ist die Ursache unklar, ergänzen wir die Untersuchung durch eine bildgebende Diagnostik.
In der eigentlichen Behandlung kommen je nach Befund unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Sanfte Mobilisationen bewegen das Gelenk rhythmisch und schrittweise in die eingeschränkte Richtung. Bei einer Manipulation löst ein kurzer, gezielter Impuls die Blockierung, häufig hörbar als leises Knacken. Muskeltechniken und osteopathische Griffe entspannen das umliegende Gewebe und verbessern die Durchblutung. Eine Sitzung dauert meist nur wenige Minuten; oft sind mehrere Termine im Abstand von einigen Tagen sinnvoll.
Osteopathische Behandlungstechniken
Die Osteopathie geht davon aus, dass Beschwerden nicht immer dort entstehen, wo sie spürbar sind. Ein schmerzender Nacken kann zum Beispiel mit einer Fehlhaltung im Becken oder Spannungen im Brustkorb zusammenhängen. Mit sanften Grifftechniken behandeln wir deshalb Muskeln, Faszien und Gelenke im Zusammenhang. In unserer orthopädischen Praxis in Idstein verbinden wir diese Techniken mit der klassischen Chirotherapie, um möglichst passgenau auf Ihre Beschwerden einzugehen.
Was Sie selbst tun können
Die Wirkung der Manuellen Therapie lässt sich durch eigene Aktivität unterstützen. Wir zeigen Ihnen einfache Übungen für zu Hause, mit denen Sie die gewonnene Beweglichkeit erhalten und die Muskulatur stärken. Bei Bedarf kombinieren wir die Behandlung mit Physiotherapie, Kinesio-Taping oder Akupunktur. Vor jeder Manipulation klären wir sorgfältig, ob Gründe dagegen sprechen, etwa eine ausgeprägte Osteoporose oder frische Verletzungen.
Anwendungsgebiete
In der Orthopädie setzen wir die Akupunktur vor allem bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparats ein, zum Beispiel bei Rückenschmerzen, Nackenverspannungen oder Kniearthrose. Darüber hinaus bieten wir sie bei weiteren Beschwerden an:
- Migräne und Spannungskopfschmerzen
- Tinnitus (chronische Ohrgeräusche)
- Schwindel
- Unterstützung bei der Gewichtsreduktion
- Unterstützung bei der Raucherentwöhnung
Auch Kinder können von einer Akupunktur profitieren. Hier arbeiten wir mit besonders dünnen Nadeln, kurzen Sitzungen oder alternativ mit nadelfreien Verfahren wie der Akupressur.
Ablauf der Behandlung
Vor der ersten Sitzung führen wir ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten. Auf dieser Grundlage stellen wir eine individuelle Punktkombination zusammen. Während der Behandlung liegen Sie entspannt, die Nadeln verbleiben etwa 20 bis 30 Minuten. Das Setzen der Nadeln wird meist nur als kurzer Pieks wahrgenommen; viele Patientinnen und Patienten empfinden die Sitzung als angenehm entspannend.
Eine Akupunkturbehandlung umfasst in der Regel 6 bis 12 Sitzungen, die ein- bis zweimal pro Woche stattfinden. Bei der Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion nutzen wir häufig zusätzlich die Ohrakupunktur, bei der kleine Dauernadeln oder Pflaster am Ohr angebracht werden. Sie unterstützt Sie dabei, Heißhunger oder das Verlangen nach einer Zigarette besser zu kontrollieren. Ihre eigene Motivation bleibt dabei der wichtigste Faktor.
Ist Akupunktur schmerzhaft und sicher?
Die Akupunkturnadeln sind deutlich dünner als Injektionsnadeln. Beim Einstechen spüren die meisten nur einen kurzen Pieks, danach oft ein leichtes Druck-, Wärme- oder Schweregefühl am Punkt, das als typische Reaktion gilt. Wir verwenden ausschließlich sterile Einmalnadeln. Nebenwirkungen sind selten und meist harmlos, etwa kleine Blutergüsse oder eine vorübergehende Müdigkeit nach der Sitzung. Vorsicht ist zum Beispiel bei der Einnahme blutverdünnender Medikamente geboten. In unserer Praxis in Idstein klären wir das vor Behandlungsbeginn mit Ihnen.
Anwendungsgebiete
Die Stoßwellentherapie hat sich vor allem bei chronischen Beschwerden an Sehnen und Sehnenansätzen bewährt, bei denen andere konservative Maßnahmen nicht ausreichend geholfen haben. Dazu zählen:
- Fersensporn und Plantarfasziitis (Schmerzen an der Fußsohle)
- Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
- Tennisellenbogen und Golferellenbogen
- Achillessehnenbeschwerden
- Patellaspitzensyndrom (Springerknie)
- Reizungen am großen Rollhügel der Hüfte
Die Triggerpunkt-Stoßwelle setzen wir bei muskulären Verspannungen ein, etwa im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich. Triggerpunkte sind tastbare, druckempfindliche Verhärtungen, die Schmerzen häufig in andere Körperregionen ausstrahlen lassen.
Ablauf der Behandlung
Zunächst lokalisieren wir den Schmerzpunkt genau, durch Abtasten und bei Bedarf mithilfe von Ultraschall. Anschließend tragen wir ein Kontaktgel auf und setzen den Schallkopf auf die Haut. Eine Sitzung dauert etwa 5 bis 15 Minuten. Die Intensität passen wir an Ihr Empfinden an; ein ziehendes oder klopfendes Gefühl ist während der Behandlung normal.
Üblich sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von etwa einer Woche. Eine Narkose ist nicht notwendig, und Sie können die Praxis direkt nach der Behandlung wieder verlassen. Die Wirkung setzt häufig zeitverzögert ein, da der Heilungsprozess im Gewebe einige Wochen benötigt.
Nach der Behandlung
In den Tagen nach der Behandlung kann die behandelte Stelle etwas empfindlich sein, gelegentlich treten kleine Hautrötungen oder Blutergüsse auf. Auf intensive sportliche Belastung sollten Sie für einige Tage verzichten. Nicht angewendet wird die ESWT unter anderem in der Schwangerschaft, bei Gerinnungsstörungen oder im Bereich von Tumoren.
Eine Alternative zur Operation?
Viele Patientinnen und Patienten kommen zu uns, weil eine Operation im Raum steht, etwa bei Kalkschulter oder Fersensporn. Die Stoßwellentherapie bietet hier eine Möglichkeit, Beschwerden ohne Schnitt und ohne Ausfallzeit zu behandeln. Gerade bei chronischen Sehnenbeschwerden lohnt es sich, dieses Verfahren vor einem Eingriff auszuschöpfen. In unserer Praxis in Idstein prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, ob die Stoßwellentherapie für Ihre Beschwerden infrage kommt.
Typische Beschwerden
Arthrose entwickelt sich meist schleichend über Jahre. Viele Betroffene bemerken zuerst einen Anlaufschmerz: Das Gelenk schmerzt nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen und wird nach einigen Schritten besser. Später können Belastungsschmerzen, Schwellungen und Ruheschmerzen hinzukommen. Auch Knirschgeräusche oder ein Steifheitsgefühl am Morgen sind häufige Anzeichen. Je früher die Arthrose erkannt wird, desto mehr Spielraum besteht für eine konservative Behandlung.
Hyaluronsäure-Therapie
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Sie sorgt dafür, dass die Gelenkflächen reibungsarm aufeinander gleiten, und wirkt wie ein Stoßdämpfer. Bei einer Arthrose ist die Gelenkflüssigkeit häufig verdünnt und verliert diese Eigenschaften.
Bei der Hyaluronsäure-Therapie spritzen wir das Präparat direkt in das betroffene Gelenk, meist in das Knie oder die Hüfte. Die Injektion erfolgt unter sterilen Bedingungen und dauert nur wenige Minuten. Je nach Präparat sind eine bis fünf Injektionen im Abstand von etwa einer Woche üblich. Ziel ist es, die Gleitfähigkeit des Gelenks zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Die Behandlung kann bei Bedarf nach einigen Monaten wiederholt werden. Besonders geeignet ist sie bei leichter bis mittelgradiger Arthrose, solange noch ausreichend Knorpel vorhanden ist.
Weitere Bausteine der Behandlung
Eine erfolgreiche Arthrosetherapie besteht meist aus mehreren Bausteinen, die wir individuell kombinieren:
- gezielte Bewegungstherapie und Muskelaufbau zur Entlastung des Gelenks
- Schmerzmedikamente oder entzündungshemmende Injektionen bei akuten Reizzuständen
- Akupunktur, insbesondere bei chronischen Knieschmerzen
- Stoßwellentherapie und physikalische Therapie
- Einlagen, Bandagen und weitere orthopädietechnische Hilfsmittel
- Beratung zu Gewicht, Ernährung und gelenkschonender Bewegung im Alltag
In einem ausführlichen Gespräch besprechen wir mit Ihnen, welche Kombination für Ihre Situation sinnvoll ist. Sollte die konservative Therapie langfristig nicht mehr ausreichen, beraten wir Sie auch zu operativen Möglichkeiten und vermitteln Sie an spezialisierte Kolleginnen und Kollegen.
Anwendungsgebiete
Die konservative Wirbelsäulentherapie setzen wir bei akuten und chronischen Beschwerden ein, zum Beispiel bei:
- Bandscheibenvorfall und Bandscheibenvorwölbung
- Ischias- und Nervenwurzelreizungen mit Ausstrahlung ins Bein oder in den Arm
- Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke (Facettensyndrom)
- Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose)
- Hexenschuss und muskulär bedingten Rückenschmerzen
- Nacken- und Schulter-Arm-Schmerzen
Periradikuläre Injektionen und Neuraltherapie
Bei einer periradikulären Injektion spritzen wir ein Medikament in die unmittelbare Umgebung der gereizten Nervenwurzel. Meist handelt es sich um eine Kombination aus einem lokalen Betäubungsmittel und einem entzündungshemmenden Wirkstoff. Ziel ist es, die Schwellung der Nervenwurzel zu verringern und den Schmerzkreislauf zu unterbrechen. Die Injektion erfolgt unter sterilen Bedingungen, dauert nur wenige Minuten und wird häufig als Serie von mehreren Behandlungen durchgeführt.
Die Neuraltherapie arbeitet mit einem lokalen Betäubungsmittel, das an schmerzhafte Muskelpunkte, Sehnenansätze oder in die Nähe von Nerven gespritzt wird. Sie kann verspannte Muskulatur lösen und die Schmerzleitung vorübergehend unterbrechen. Gerade bei chronischen Beschwerden hilft sie dabei, den Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung und weiterer Verspannung zu durchbrechen.
Ablauf und Nachsorge
Vor jeder Behandlung steht eine genaue Untersuchung. Bei Bedarf werten wir bildgebende Befunde wie Röntgen- oder MRT-Aufnahmen aus, um die Schmerzursache sicher einzugrenzen. Nach einer Injektion bleiben Sie kurz zur Beobachtung in der Praxis. Da das Betäubungsmittel vorübergehend die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann, sollten Sie anschließend nicht selbst Auto fahren.
Injektionen sind ein Baustein und kein Ersatz für aktive Bewegung. Sobald die Schmerzen nachlassen, setzen wir auf Kräftigung und Stabilisierung der Rückenmuskulatur, um die Beschwerden möglichst dauerhaft zu lindern. Patientinnen und Patienten aus Idstein und dem Rheingau-Taunus-Kreis begleiten wir dabei von der akuten Phase bis zur Rückkehr in Alltag, Beruf und Sport.
Anwendungsgebiete
In der orthopädischen Schmerztherapie behandeln wir vor allem chronische und wiederkehrende Schmerzen des Bewegungsapparats. Dazu gehören:
- chronische Rücken- und Nackenschmerzen
- Schmerzen bei Arthrose in Knie, Hüfte oder Schulter
- Nervenschmerzen, etwa nach einem Bandscheibenvorfall
- muskuläre Schmerzsyndrome und Triggerpunkte
- anhaltende Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen
Unsere Behandlungsmethoden
Schmerz hat viele Ursachen, deshalb kombinieren wir unterschiedliche Verfahren zu einem individuellen Behandlungsplan:
- Medikamentöse Therapie: Wir wählen Schmerzmittel und begleitende Medikamente sorgfältig aus, stimmen sie auf Ihre Vorerkrankungen ab und überprüfen regelmäßig Wirkung und Verträglichkeit.
- Infusionstherapie: Bei akuten, starken Schmerzen, etwa bei einem Bandscheibenvorfall, können Infusionen mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkstoffen sinnvoll sein. Die Wirkstoffe gelangen direkt in den Blutkreislauf und wirken dadurch schnell.
- Injektionen: Gezielte Injektionen an Nervenwurzeln, Gelenke oder Muskeln unterbrechen die Schmerzweiterleitung direkt am Entstehungsort.
- Akupunktur: Sie kann die körpereigene Schmerzhemmung unterstützen und eignet sich gut als Ergänzung, insbesondere bei Rücken- und Knieschmerzen.
Ablauf der Behandlung
Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Erstgespräch. Wir fragen nach Art, Dauer und Stärke Ihrer Schmerzen, nach bisherigen Behandlungen und danach, wie sehr die Beschwerden Ihren Alltag beeinträchtigen. Ein Schmerztagebuch kann dabei helfen, Muster und Auslöser zu erkennen. Nach der körperlichen Untersuchung legen wir gemeinsam realistische Therapieziele fest.
Während der Behandlung überprüfen wir regelmäßig, wie gut die Maßnahmen wirken, und passen den Plan bei Bedarf an. Ein wichtiger Bestandteil ist die aktive Mitarbeit: Bewegung, gezielte Übungen und ein besseres Verständnis des eigenen Schmerzes tragen viel zum Behandlungserfolg bei. Bei Bedarf arbeiten wir mit Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und weiteren Fachärzten zusammen, damit Sie in unserer Praxis in Idstein eine umfassende Betreuung aus einer Hand erhalten.
TENS-Therapie
TENS steht für transkutane elektrische Nervenstimulation. Über Elektroden auf der Haut werden schwache elektrische Impulse an die Nerven im Schmerzgebiet abgegeben. Diese Reize können die Weiterleitung von Schmerzsignalen zum Gehirn hemmen und die Ausschüttung körpereigener schmerzlindernder Stoffe anregen. Sie spüren dabei ein leichtes Kribbeln. TENS eignet sich zum Beispiel bei Rücken- und Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen oder Nervenschmerzen. Nach einer Einweisung in unserer Praxis kann die Behandlung mit einem kleinen Gerät auch zu Hause fortgesetzt werden.
Medi-Jet-Therapie
Die Medi-Jet-Therapie ist eine Form der Hydro-Massage. Sie liegen bekleidet auf einer Liege, unter deren wasserdichter Membran warme Wasserstrahlen gezielt über den Körper geführt werden. Die Massage lockert verspannte Muskulatur, fördert die Durchblutung und wirkt dabei angenehm entspannend. Da Sie nicht nass werden, ist kein Umziehen nötig. Die Behandlung eignet sich besonders bei Verspannungen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich sowie als Vorbereitung auf andere Therapien.
Turbosonic-Vibrationstraining
Beim Turbosonic-Vibrationstraining stehen Sie auf einer Plattform, die tieffrequente Schallwellen in Schwingungen umwandelt und auf den Körper überträgt. Die Muskulatur reagiert darauf mit schnellen, unwillkürlichen Anspannungen. So werden Muskeln, Sehnen und Bindegewebe gelenkschonend trainiert. Das Training kann Kraft, Gleichgewicht und Koordination verbessern und wird unter anderem zur Kräftigung bei Rückenbeschwerden, bei Arthrose und in der Sturzprophylaxe eingesetzt. Eine Einheit dauert meist nur wenige Minuten.
Ablauf
Welche physikalische Therapie für Sie geeignet ist, entscheiden wir nach einer orthopädischen Untersuchung in unserer Praxis in Idstein. Häufig kombinieren wir mehrere Verfahren miteinander oder mit Manueller Therapie, Akupunktur oder Kinesio-Taping. Die Anwendungen finden in der Regel als Serie von mehreren Terminen statt. Nicht geeignet sind einzelne Verfahren zum Beispiel bei Herzschrittmachern, in der Schwangerschaft oder bei akuten Entzündungen. Das klären wir vorab mit Ihnen.
Anwendungsgebiete
In unserer Sprechstunde behandeln wir akute Verletzungen und chronische Beschwerden, die beim Sport entstehen oder sich dort bemerkbar machen:
- Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen
- Muskelverletzungen wie Faserrisse oder Muskelverhärtungen
- Sehnenreizungen, etwa an Achillessehne, Knie oder Ellenbogen
- Bandverletzungen am Sprung- oder Kniegelenk
- Überlastungsbeschwerden wie das Läuferknie oder Schienbeinkantensyndrom
Kinesio-Taping
Kinesio-Tapes sind dünne, elastische Baumwollbänder mit einer hautfreundlichen Klebeschicht. Sie werden je nach Beschwerdebild in einer bestimmten Technik und Spannung auf die Haut geklebt. Durch Bewegung hebt das Tape die Haut leicht an. Dadurch sollen Durchblutung und Lymphabfluss gefördert und Schmerzen gelindert werden. Gleichzeitig gibt das Tape dem Gelenk mehr Stabilität und verbessert die Körperwahrnehmung.
Das Kinesio-Taping eignet sich bei Sportverletzungen, Muskelverspannungen, Gelenkinstabilitäten, Schwellungen sowie bei Rücken- oder Nackenschmerzen. Ein Tape kann mehrere Tage getragen werden, auch beim Duschen und beim Sport. Unverträglichkeiten der Haut sind selten; sollte es jucken oder brennen, entfernen Sie das Tape bitte vorsichtig.
Ablauf und Wiedereinstieg in den Sport
Nach einer Verletzung untersuchen wir das betroffene Gelenk oder die Muskulatur sorgfältig, bei Bedarf ergänzt durch Ultraschall oder Röntgen. Anschließend erstellen wir einen Behandlungsplan, der neben Kinesio-Taping auch Stoßwellentherapie, physikalische Therapie, Manuelle Therapie oder Einlagen umfassen kann.
Besonders wichtig ist der richtige Zeitpunkt für den Wiedereinstieg in Training und Wettkampf. Wir beraten Sie, wie Sie die Belastung schrittweise steigern und erneuten Verletzungen vorbeugen. Ob Laufen im Idsteiner Land, Fußball im Verein oder Fitness im Studio: Wir begleiten Sie mit dem Ziel, dass Sie Ihren Sport bald wieder sicher und beschwerdefrei ausüben können.
Anwendungsgebiete
Orthopädietechnische Hilfsmittel kommen bei zahlreichen Beschwerden zum Einsatz, zum Beispiel bei:
- Fußfehlstellungen wie Senk-, Spreiz-, Knick- oder Hohlfuß
- Fersensporn und Schmerzen im Vorfuß
- Knie-, Hüft- und Rückenbeschwerden, die mit einer Fehlbelastung zusammenhängen
- Instabilität von Sprung- oder Kniegelenk nach Verletzungen
- Arthrose, um betroffene Gelenke zu entlasten
- Haltungsauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
Propriozeptive Einlagen (MEDREFLEXX)
Klassische Einlagen stützen den Fuß passiv. Propriozeptive Einlagen arbeiten anders: Kleine, gezielt platzierte Erhöhungen setzen Reize an der Fußsohle. Diese Reize werden von Rezeptoren in Haut, Muskeln und Sehnen aufgenommen, die dem Gehirn Informationen über Stellung und Bewegung des Körpers liefern. So sollen die Muskelspannung reguliert und Körperhaltung sowie Bewegungsabläufe positiv beeinflusst werden.
In unserer Praxis arbeiten wir mit dem MEDREFLEXX-System. Propriozeptive Einlagen eignen sich besonders bei Fußfehlstellungen im Kindesalter, bei Haltungsproblemen sowie bei Beschwerden, die durch muskuläre Dysbalancen entstehen. Sie sind flach und lassen sich in vielen Alltags- und Sportschuhen tragen.
Ablauf der Versorgung
Am Anfang steht eine orthopädische Untersuchung von Füßen, Beinachsen, Becken und Wirbelsäule. Wir beurteilen Ihre Haltung im Stand und Ihr Gangbild. Auf dieser Grundlage legen wir fest, welches Hilfsmittel sinnvoll ist und wie es gestaltet sein sollte. Die Anfertigung erfolgt in Zusammenarbeit mit erfahrenen Orthopädietechnikern, sodass Sie Ihre Versorgung zeitnah erhalten.
Nach einigen Wochen kontrollieren wir den Sitz und die Wirkung der Einlagen oder Bandagen und passen sie bei Bedarf an. Gerade bei Kindern sind regelmäßige Kontrollen wichtig, weil sich Füße und Haltung im Wachstum verändern. Für Patientinnen und Patienten in Idstein und Umgebung bieten wir so eine Versorgung, die genau auf den individuellen Befund abgestimmt ist.
Häufige Beschwerden und Anwendungsgebiete
Eltern kommen mit ihren Kindern aus ganz unterschiedlichen Gründen zu uns. Häufige Themen in der kinderorthopädischen Sprechstunde sind:
- Fußfehlstellungen wie Knick-Senk-Fuß oder Sichelfuß
- Beinachsenabweichungen wie X- oder O-Beine
- Haltungsschwächen und Haltungsauffälligkeiten
- Skoliose (seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule)
- Rücken- und Knieschmerzen im Wachstum
- Sportverletzungen und Überlastungsbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen
Untersuchung und Ablauf
Wir nehmen uns Zeit für Ihr Kind und gehen behutsam vor, damit es sich wohlfühlt. Nach einem Gespräch mit Ihnen und Ihrem Kind untersuchen wir Haltung, Gangbild, Beweglichkeit und Beinachsen. Spielerische Bewegungstests helfen uns, die Koordination und Muskelkraft einzuschätzen. Bei Bedarf ergänzen wir die Untersuchung durch Ultraschall oder ein Röntgenbild, wobei wir auf eine möglichst geringe Strahlenbelastung achten.
Im Anschluss besprechen wir das Ergebnis ausführlich mit Ihnen. Oft genügt es, die Entwicklung in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Ist eine Behandlung nötig, erklären wir Ihnen die Möglichkeiten und den weiteren Ablauf.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten
Die meisten orthopädischen Auffälligkeiten bei Kindern lassen sich konservativ behandeln. Je nach Befund setzen wir unter anderem folgende Maßnahmen ein:
- propriozeptive Einlagen, zum Beispiel bei Fußfehlstellungen oder Haltungsproblemen
- Physiotherapie und gezielte Übungen für zu Hause
- Kinesio-Taping zur Unterstützung von Muskeln und Gelenken
- Akupunktur, kindgerecht mit sehr feinen Nadeln oder nadelfrei
- Beratung zu Sport, Schulranzen und Bewegung im Alltag
Unser Ziel ist es, Ihr Kind in seiner Entwicklung bestmöglich zu begleiten. Familien aus Idstein und der Region finden bei uns eine Anlaufstelle, die kindliche Besonderheiten kennt und Eltern mit fundierter Beratung zur Seite steht.











